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Das Kapitalstrafrecht

Mord und Totschlag.

Das Schwurgericht verhandelt aufgrund hinreichender Tatverdachtsmomenten gegen Angeklagte, die verdächtig sind ein Tötungsdelikt begangen zu haben.

Was passiert im Vorfeld?

Seitens der Strafverfolgungsbehörden wird eine Aktenlage geschaffen. Zwar ist die Staatsanwaltschaft gesetzlich verpflichtet, sowohl belastende als auch entlastende Maßnahmen zu ermitteln. Häufig ist es jedoch so, dass alternative Tatgeschehen entweder nicht erblickt werden oder einem hypothetischen Alternativgeschehen nicht weiter nachgegangen wird.

Aufgrund dessen und der vorgeworfenen Schwere der Schuld wird der Beschuldigte für die Dauer des Verfahrens in Untersuchungshaft geraten.

Woran liegt das?

Tötungsdelikte haben in der Öffentlichkeit eine großem Aufmerksamkeit. Die Behörden haben dementsprechend einen Ermittlungsdruck. Sie müssen im Sinne einer effektiven Strafverfolgung Ergebnisse präsentieren.

Was kann ein Strafverteidiger leisten?

Insbesondere bei vorgeworfenen Tötungsdelikten ist der Verteidiger angehalten aktiv zu werden. Der Strafverteidiger muss seinen Mandanten von den Vernehmungen der Strafverfolgungsbehörden abschirmen und auch vor verdeckten Ermittlern warnen.

Er muss sich in der Folge im Rahmen des § 147 StPO frühzeitig und weitgehend Akteneinsicht verschaffen.

Eine fundierte Strafverteidigung sollte nicht nur reagieren, sondern aktiv vermeintlich belastendes Material frühzeitig auswerten und bei Bedenken diese in der Regel auch frühzeitig aktenkundig machen (so jedenfalls unsere Verteidigungsphilosophie). DER ERSTE EINDRUCK PRÄGT DAS STRAFVERFAHREN.

Der Strafverteidiger sollte sich unsere Berufsauffassung nach kriminologisch und kriminalistisch mit dem Fall auseinandersetzen und die Spurenakten einsehen. So kann er den Tatverlauf besser verstehen.

Die Beistandsfunktion erfordert auch, dass ein Informationsaustausch mit dem Beschuldigten rege stattfindet. Dies erfolgt entweder über JVA-Besuche oder mittels der sogenannten Verteidigerpost, die auch so gekennzeichnet sein sollte, weil derart gekennzeichnete Post von eine Beschlagnahme ausgeschlossen ist.

Eine vollständige eigene Meinungsbildung durch unvoreingenommene eigene Ermittlungen und eigene Befragungen von Zeugen sind unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Strafverteidigung.

Ist Ihre Verwandtschaft in Untersuchungshaft geraten, weil ihr eine Kapitalstraftat vorgeworfen wird? Rufen Sie uns an unter 0211-5858990 oder schreiben Sie eine Email an kojima@borgelt.de

E-Mail: info@borgelt.de
Telefon: +49.211.5858990.

Chuya Kojima Rechtsanwalt für Sozialrecht, Strafrecht, Ordnungswidrigkeiten, Mietrecht, Verwaltungsrecht

Chuya Kojima
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